Premakes

22. Januar 2012

Viele bekannte Filme der Neuzeit hätten so ähnlich auch schon vor Jahrzehnten entstehen können. Beispielsweise “Krieg der Sterne” (die Jüngeren nennen diese Filme “Star Wars”), eine krude Mischung aus Märchen und Science Fiction, ist ja keine Erfindung von George Lucas, er bediente sich bei den alten Serien der 1930er Jahre, Flash Gordon und Buck Rogers. Disney machte früher gute Kinderfilme ganz ohne den Rechnerpark von Pixar, mit echten Schauspielern statt Animationen. Und ein Film wie “Ghostbusters” ist ohnehin zeitlos.

Der Filmkünstler Ivan Miguel Guerrero macht mit alten Filmen dass, was andere Künstler mit Photoshop aus Bildern machen: Er arrangiert neu, bearbeitet, kopiert und synchronisiert teilweise neu. Das Ergebnis sind mehr oder weniger lange Trailer von klassischen Filmen, die es nie gegeben hat. Beispielsweise die “Originale” von “Das Imperium schlägt zurück” von 1950 oder “Ghostbusters” von 1954. Sehr sehenswert ist auch “Oben” (Up) in der Fassung von 1965 mit Spencer Tracy in der Hauptrolle. Leider sind ohne Tricks nicht alle Premakes in Deutschland sichtbar, da Youtube einige Filme wegen vermeindlicher Gema-Rechte sperrt. Wer in seinem Brower entsprechende “Umgehungslösungen” installiert hat, kann die Filme natürlich trotzdem sehen, der Kanal von Ivan heißt whoiseyevan.

The Empire Strikes Back (1950):

Ghostbusters (1954)

Up!

The Avengers (1952)

Filmtipp: “The Whisperer in Darkness”

8. Januar 2012

Ganz neu erschienen ist von der “H.P. Lovecraft Historical Society” der neue Thriller “The Whisperer in Darkness”. H.P. Lovecraft war ein amerikanischer Schriftsteller, bekannt geworden durch seine Horrorgeschichten um den sogenannten “Cthulhu Mythos”: Vor vielen Jahrzehntausenden haben Außerirdische die Erde beherrscht. Diese leben noch immer versteckt auf der Erde, und warten auf ihre Auferstehung. Das Wissen an diese alten “Götter” hat sich in den Legenden vieler Völker gehalten, die Geschichten Lovecrafts erzählen von den meist sehr grausigen Kontakten mit den Wesen der Vergangenheit oder den nicht minder grausigen Anhängern unter den Menschen dieses alten Kultes. Auch Hollywood hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach dieses Stoffes angenommen, und eine Reihe mehr oder weniger schlechter Filme heraus gebracht.

Die HPLHS besteht aus Anhängern dieser Literaturgattung, und produziert nicht nur Hörspiele, Kostüme und Zubehör für Rollenspiele, sondern hat nach “The Call of Cthulhu” jetzt den zweiten Spielfilm auf DVD veröffentlicht. Bei der Verfilmung ist man einen gänzlichen neuen Weg eingeschritten: Das Buch “The Call of Cthulhu” spielt im Jahr 1927, folglich ist der Film nicht nur in Schwarzweiß, sondern auch in Stumm. Allerdings mit hervorragender Musik und natürlich auch Zwischentiteln, auf der DVD auch in zahlreichen Sprachen einblendbar. Der Film war bereits ein Meisterwerk und eine Empfehlung wert, allerdings sind Stummfilme nicht jedermanns Sache.

Der aktuelle Film spielt im Jahr 1931, und ist damit zwar auch ohne Farbe, aber mit Ton. Trotz seiner 104 Minuten Spielzeit keine Längen, hervorragend geschauspielert, Trickeffekte, die jeder Hollywoodproduktion aus dem Jahr 1931 das Wasser reichen können, und wieder eine hervorragende Filmmusik. Auf der Homepage zum Film
können drei Trailer bewundert werden. (

Der Film ist auf Englisch gesprochen, Untertitel sind in zahlreichen Sprachen (auch Deutsch) auf der DVD. Gefallen hat mir auch die liebevoll in Schreibmaschinenschrift gestaltete Rechnung. Aber auch der Preis weiß zu gefallen: 34 US$ inklusive Versand (knapp 26,70 EUR) sind für die Doppel-DVD angemessen. Wie gesagt: Man unterstützt keinen großen Hollywoodkonzern, der an der Kinoaufführung Millionen verdient, sondern eine sehr ambitionierte Gruppe von H.P. Lovecraft Fans, die in jahrelanger Arbeit und mit sehr viel Liebe zum Detail einen anspruchsvollen Film geschaffen haben, den ich ganz sicher zu den besten Neuerscheinungen im Filmbereich der letzten 12 Monate zählen würde.

Mechanisches Fernsehen und Theremin - zusammen!

4. Januar 2012

Mein anderes Hobby sind bekanntlich selbstgebaute mechanische Fernseher, nach dem Grundprinzip von Paul Nipkow. Das erste funktionierende Fernsehsystem, bestehend aus Kamera und Fernseher, wurde von John Logie Baird im Jahr 1926 gebaut. Baird gilt damit gemeinhin als “Erfinder des Fernsehens”, auch wenn das selbstverständlich nicht seine alleinige Leistung war. Es war eben Zufall, dass der schottische Tüftler vor den großen Labors in Deutschland und den USA erste Erfolge vorführen konnte. Selbstverständlich gilt Baird heute als britischer Nationalheld, und ihm zu Ehren verbringen noch heute fast alle Briten mehrere Stunden täglich vor dem Fernseher, oder “Televisor”, wie Baird das Gerät nannte. ;-)

Sein erster “Fernsehdarsteller” in seiner Experimentierphase war die Bauchrednerpuppe “Stooky Bill”, dieses Detail ist in Großbritannien nicht nur Experten bekannt, ähnlich wie hier jedes Kind die Geschichte um den Namen “Audi” für die Automarke kennt. So entstand dieses interessante Musikstück “Stooky Bill @ Televisor”. In diesem skurrilen CLip sieht man nicht nur Stooky Bill und einen Televisor, gespielt wird die Musik auf einem Theremin. “How cool is that?”, wie man auf englisch sagt, oder auf schrecklichem Neudeutsch: “Wie geil ist das denn?”

Mein Theremin (Teil 2)

26. Dezember 2011

Vor einiger Zeit hatte ich hier mein preiswertes Theremin aus dem japanischen wissenschaftlichen Magazin Gakken vorgestellt. Das Gerät sieht nicht nur wie ein Spielzeug aus, es ist auch nicht sonderlich leistungsfähig. Anhand Hinweisen aus dem Internet habe ich aber erfahren, dass es sehr leicht technisch zu verbessern ist. Gesagt, getan! Auf technischer Seite habe ich zunächst den komischen Draht gegen eine stabilere Antenne aus Messingrohr ersetzt. Diese erzittert nicht schon bei der leichtesten Handbewegung, sie hat auch wesentlich bessere elektrische Eigenschaften. Als zweites habe ich den winzigen Lautsprecher gegen ein etwas leistungsfähigeres Exemplar getauscht, bei der Gelegegenheit habe ich auch einen Lautstärkeregler (Poti, 4,7 kOhm) eingesetzt. Und, wie ich ja schon vorher bei Experimenten festgestellt hatte, ist das Theremin erheblich leistungsfähiger, wenn man sich mit der Masse des Gerätes verbindet. Dies habe ich elegant durch die zweite Antenne links getan. Berührt man die Antenne, ertönt das Theremin. Lässt man die Antenne los, ist es stumm. Verbunden ist diese Antenne einfach mit der Masseleitung des Theremins. Jetzt ist es möglich auch mit diesem Theremin richtige Musik zu machen. Aus optischen und klanglichen Gründen habe ich das Gerät in ein Holzgehäuse eingesetzt. Diese Kiste stammt fertig aus dem Bastelladen und fällt auf durch ihre fast 1 cm dicken Wände. Für 3,60 EUR konnte ich die Kiste nicht selber bauen, lediglich gebeizt und lackiert habe ich sie selbst. Last but not least habe ich dem Gerät einen Anschluss für ein Trafo hinzu gefügt. Das macht den Betrieb um einiges wirtschaftlicher, außerdem braucht man keine Angst vor ausgelaufenen Batterien haben.

Auf dem Foto sieht man das “neue” Theremin neben dem jetzt verwaisten Originalgehäuse.

Theremin

Theremin

Mein Atompunk Pegasos

9. Dezember 2011

Wie angekündigt, habe ich meinen Pegasos I (ein Amiga-Clone mit einem G3-Prozessor und dem Betriebssystem Morphos) umgebaut. Wenn er ein bisschen schneller wäre, könnte er den PC locker ersetzen.
Aber auch daran werde ich vermutlich noch arbeiten, denn es gibt ja auch einen Pegasos II: Mit G4 Prozessor und 1 GHz Taktfrequenz ist er schon deutlich alltagstauglicher.

Mein Atompunk Pegasos I

Die ganze Geschichte über den Umbau gibt es hier: Mein Atompunk Pegasos I

Danger 5

26. November 2011

Seit dem 21.11.2011 läuft eine wirklich sehr schräge neue Web-Fernsehserie: Danger 5. Die durch die australische SBS ausschließlich mit neuen Schauspielertalenten für das Internet produzierte Serie ist komplett im Stil einer Fernsehserie der 1960er Jahre gehalten. Sie spielt auf einer parallelen Erde, wo Hitler nicht besiegt ist; als Erzbösewicht will er nach wie vor die Weltherrschaft übernehmen.
Das Team “Danger 5″ versucht die Nazis daran zu hindern. In der Serie wimmelt es nach guter alter James Bond Manier von schönen Frauen, bösen Robotern und geheimnisvollen Superwaffen. Ein wirklich herrlicher Trash:

Alle aktuellen Folgen sind bei Youtube zu sehen, und natürlich auch über die offizielle Homepage: www.sbs.com.au/danger5/.

Atomfreies Wochenende und gutes Westbild!

19. November 2011

Das war ein gängiger Wunsch zum Wochenende in den Betrieben der DDR an die lieben Kollegen. Nicht überall gab es Westbild, und außerdem gab es eine neue westliche Errungenschaft, die auch mit dem Fernsehen zu tun hatte: Die Videospiele, damals auch Telespiele genannt.

Die Klassiker waren die Magnavox Odyssey und das “Pong” von Atari. Letzteres begeisterte in den 1970ern eine ganze Generation. Auf Basis des japanischen ICs “AY-3-8500″ entstanden in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre hunderte verschiedener Spielekonsolen von Herstellern in der ganzen Welt. Alle auf diesem Chip basierenden Pong-Konsolen haben die gleichen Spiele: “Tennis”, “Fußball”, “Squash” und “Pelota”, außerdem durch einen Fehler im Chip einen Modus, wo im Fußballspiel ein Spieler 3 statt nur 2 Spieler auf dem “Spielfeld” hat. Alle Konsolen zählen die Punkte von 0-15, dann ist das Spiel zu Ende. Zur Steigerung der Schwierigkeit konnte die Spielergröße verkleinert werden, die Ballgeschwindigkeit erhöht, und der Ablenkwinkel geändert werden. Von National Semiconductors (heute Panasonic) gab es ab 1978 auch Varianten für ein farbiges Bild, in NTSC oder PAL.

Ein interessantes Beispiel aus dem Westen war der optisch recht gelungene “Atomic TV Player 1″, der von einer kleinen Firma aus Düsseldorf vertrieben wurde. Heute wäre “atomic” eher abschreckend als zum Kauf animierend, aber so ändern sich die Zeiten.

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Ab 1983 war es dann auch in der DDR soweit: Aufgrund der dortigen Secam-Fernsehnorm griff man auf den älteren Schwarzweiß-Chip zurück, und brachte das “Bildschirmspiel 01″ (BSS01) auf den Markt. Technisch hochwertig verarbeitet, die Steuerpaddles können der Konsole entnommen werden, und das Design entsprach voll und ganz dem Zeitgeist der frühen 1980er.

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Auf dem zweiten Bild dann im Einsatz: Ich hatte mein “BSS01″ schon öfter mit zu Ausstellungen und Messen. Der Fernseher, an dem das Gerät angeschlossen ist, stammt aus der Sowjetunion, es ist ein “Junost 603″ aus dem Jahr 1973. Die Flasche “Vita Cola” ist neuzeitlich, und wurde bei “TrinkGut” gekauft. Ein weiteres Ostprodukt, welches in die heutige Zeit überlebt hat. (Aus gutem Grund! Das Zeug ist einfach lecker, nicht so süß, hat mehr Koffein als viele Konkurrenzprodukte und einen Hauch von Zitronengeschmack.)

pong2

Zu dem geplanten “BSS02″ mit farbigen Bild ist es leider nie gekommen. Angeblich, weil man beim Hersteller RFT die Kapazitäten zum Bau von Radioweckern brauchte. Wer will das denn Verantwortlichen in der DDR übel nehmen? Volkswirtschaftlich ist es wichtiger, wenn der Proletarier pünktlich zur Arbeit erscheint, anstatt die ganze Nacht vor dem Bildschirm aufregende Games zu zocken ;-)

Eine schöne Sammlung von Pong- und anderen Spielekonsolen aus der ganzen Welt gibt es auf der Website von Adrian Scheel zu bewundern.

Kosmische Klänge: Das Theremin

5. November 2011

Jeder kennt diese komische “elektrische Geige” aus alten Science Fiction Filmen, zumindest vom Klang her. Nicht nur in Titelmusiken (beispielsweise “It Came from Outer Space” oder “Outer Limits”), sondern auch zur Geräuschuntermalung von Science Fiction und Horrorfilmen war dieses Musikinstrument sehr beliebt. Aber auch in der normalen Musik war die “Äthergeige”, wie das 1919 von Lev Termen erfundene Musikinstrument auch genannt wird, in den 1920er Jahren, aber auch ab 1950 bis in die heutige Zeit durchaus verbreitet.

Gehört hat es jeder schon, aber gesehen hat dieses kuriose Instrument längst nicht jeder. Dabei ist es sehr auffällig: Ein Instrument, welches gespielt wird, ohne es zu berühren! In der Tat entstand das Theremin als “Abfallprodukt” aus der Forschungsarbeit von Lev Termen für sowjetischen Geheimdienst Tscheka, dem Vorläufer des späteren KGB. Eigentlich wollte Termen einen Bewegungsmelder bauen, was ihm auch gelang. Allerdings stellte er fest, dass sich der Ton ändert, je nach Abstand und Höhe der Hand zur Antenne. Ergänzt um eine zweite, schlaufenförmigen Antenne, kann auch die Lautstärke angepasst werden.

klassisches Theremin

klassisches Theremin

Vor einiger Zeit hatte ich mir in einem japanischen Laden, genauer gesagt Tagaki-books.de in Düsseldorf, mein eigenes Theremin gekauft. Es handelt sich um einen Bausatz der Firma Gakken, die reich bebildertes, aber völlig unverständliches (da Japanisch) Begleitbuch dazu lieferten. Über die freundlichen Besitzer des Lades war die Bestellung jedenfalls einfacher bewerkstelligt als direkt aus Japan, und wenn ich den Zoll mitrechne, vermutlich sogar billiger. Inzwischen führt der Laden eine ganze Reihe von interessanten Gakken Bausätzen, unter anderem für einen 4-Bit Computer, eine Spiegelreflexkamera, einen Phonographen (habe ich auch gekauft, dazu ein anderes Mal mehr), und vieles mehr.

Aber zurück zum Gakken Theremin:

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Ich hatte festgestellt, dass ich entweder ein Dauerbrummen höre, oder der Ton sehr leise ist. Nach kurzer Untersuchung habe ich eine Abhilfe gefunden: Ein Erdungskabel am Minuspol des Batteriefaches, welches einfach auf dem Tisch liegt, war die Lösung: Solange ich das Kabel berühre, ist der Ton laut und deutlich, wenn ich das Kabel loslasse, hört man nichts. Damit habe ich sogar noch positiven Nebeneffekt, dass ich keine zweite Spule brauche, die Möglichkeiten des Theremins sind dadurch dramatisch erweitert. Als nächstes “Moddingprojekt” werde ich das Theremin in ein schöneres Holzgehäuse einbauen und mit einem Lautstärkeregler versehen. Durch das Holzgehäuse wird der Klang wärmer und besser, der Lautstärkeregler beruhigt Nerven und Nachbarn, denn wenn man nicht auf dem Theremin spielen kann, klingt es ähnlich grässlich wie eine Violine, der ein Anfänger erstmalig Töne entlocken will. Einfach ist das Theremin nicht zu spielen, was möglich ist, zeigen ein paar Künstler bei Youtube:

Aber auch mein Gakken Theremin ist nicht so übel wie das Plastik erahnen lässt, ich lasse hier mal Profis an meiner Stelle spielen:

Das Auto der Zukunft

3. November 2011

Wie haben wir uns früher das Auto der Zukunft vorgestellt? Nun, es musste fliegen können. Wenn man mal ein paar Minuten auf einem Parkplatz den Leuten beim Einparken zusieht, oder die Probleme beim Überholen in nur zwei Dimensionen auf der Autobahn erlebt, erscheint es sehr wahrscheinlich, dass es soweit niemals kommen wird. Aber eines haben alle Visionen vom Auto der Zukunft gemein: Sie haben eine Kuppel aus Plexiglas statt dem üblichen Blechkleid und den Fenstern in der Seite.

jetsonslogo

Die Entwicklung ging in der Tat zu immer größer werdenden Fenstern. Und es gab sogar Autos mit einer Plexiglaskuppel, die für die damalige Zeit äußerst futuristisch aussahen, wie dieser Peel Trident:

peel-trident

Ähnliche Kleinstwagen gab es in den 1950ern auch von anderen Firmen, beispielsweise der Trojan oder der Heinkel Kabinenroller. Aber abgesehen von Science Fiction hat sich dieses Design nicht durchgesetzt. Die Gründe liegen auf der Hand: Bei Sonnenschein ist es nicht nur entsetzlich heiß unter so einem Dach, es gibt auch keine Möglichkeit sich vor der intensiven Sonne zu schützen. Aber auch im Winter hat man wenig Freude unter der Glaskuppel: Eiskratzen wird zur Strafarbeit…

Und doch gibt es jetzt endlich wieder ein neues Auto mit Kuppeldach:

x-1

Der X-1 von Sinclair Research. Ja, das ist genau der Sinclair, der uns in den 1980ern den ZX 81 und den ZX Spectrum beschehrte, zwei sehr erfolgreiche Heimcomputer zum damals niedrigsten Preis. Auch Sinclairs neues Elektroauto (oder sagen wir eher Fahrrad mit Hilfsmotor) schlägt alle Preisrekorde: 595 Pfund (rund 700 EUR) soll das Fahrzeug kosten, ein Reserveakku kostet 50 Pfund. Die Verbrauchskosten sollen sich pro Kilometer auf 0,01 Pfund belaufen. Ich wünsche Sir Clive Sinclair viel Erfolg mit dem X-1. Es ist bereits sein zweiter Anlauf in die Welt der Elektrofahrzeuge: Sein Sinclair C5 war zwar günstig, hatte aber gravierende Nachteile, so dass Sir Sinclair damals, vor fast 25 Jahren, trotz des durchdachten und stylischem Design nur sehr wenige “Autos” verkaufte.

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Evoluon, das Atompunk-Monument

2. November 2011

Wer älter ist als 35, und in der Nähe der Grenze zu den Niederlanden wohnt, erinnert sich wahrscheinlich noch an das Evoluon in Eindhoven: Ein architektonisches Meisterwerk der “Googie-Style” Architektur in Form einer fliegenden Untertasse. Und in dem Gebäude war ein Technik-Museum zum anfassen und ausprobieren! Zur Zeit der Gründung, 1966, ein revolutionäres Konzept, das Evoluon zog jährlich hunderttausende Besucher an. In den 1980er Jahren gingen die Besucherzahlen zurück, und der damals etwas klamme Eigentümer Philips hatte 1989 das Museum geschlossen und zu einem Kongresszentrum umfunktioniert.

Und noch heute trauern viele dem alten Evoluon nach. Zahlreiche Fanseiten (die meisten davon auf Niederländisch) sind entstanden, und es besteht sogar ein Verein mit dem Ziel, das Museum wieder zum Leben zu erwecken. Diese Bemühungen wurden zum Teil von Erfolg gekrönt, denn im Sommer 2012 wird für 3 Monate das Evoluon wieder für die Öffentlichkeit geöffnet: Get Smart! Entertain your Brain heißt die neue Ausstellung rund um das Thema Gehirn.

Vorläufig bleibt nur dieser Link auf ein sehr psychodelisches, offizielles Reklamefilmchen aus dem Jahr 1967.

Und einiger Fotos vom Evoluon:

evoluon

evoluon1

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